Kinder und Erwachsene essen gemeinsam unter einem offenen Wellblechdach, einige zeigen ihre gefüllten Teller.

Nach der Flut: Gemeinsam Zukunft ermöglichen

Nepal steckt noch immer tief in der Verarbeitung der Flutkatastrophe. Für viele Menschen ist das, was geschehen ist, noch lange kein abgeschlossenes Ereignis. Der Verlust von Angehörigen, die Sorge um die eigene Existenz und die Ungewissheit über die Zukunft begleiten sie jeden Tag. Die Notfallphase wechselt nun in eine weitere wichtige Phase: den Wiederaufbau der Zukunft der Kinder.

Ein Mann im weißen Kittel untersucht mit einem Stethoskop ein Kind, das vor ihm auf einem Stuhl sitzt.

Nachhaltige Hilfe
für betroffene Kinder sichern

Unser gemeinsames Anliegen ist, diesen Menschen auch dann zur Seite zu stehen, wenn die erste akute Notversorgung vorbei ist.

Unser Engagement besteht nicht nur darin, die Flut-Kinder aus der Katastrophe zu retten. Es soll sicherstellen, dass sie die Möglichkeit haben, zu wachsen, zu studieren, Fähigkeiten zu entwickeln und ein unabhängiges Leben aufzubauen.

Wir wollen mit diesen Mitteln verlässliche Hilfe über einen längeren Zeitraum finanzieren.

Denn ein verlorenes Zuhause, eine unterbrochene Ausbildung oder der Tod eines Elternteils lassen sich nicht mit einer einmaligen Unterstützung auffangen.

Unser Ziel: ASHA for Children Deutschland e. V. möchte gemeinsam mit der Nepal-Initiative Schongau e. V. und der Ludwig-Stoffel-Stiftung in den kommenden fünf Jahren nachhaltig Mittel für die Betroffenen aufbringen.

Im Mittelpunkt stehen Kinder und Waisen

Wir arbeiten nun daran, die Kinder in Schulen einzuschreiben und angemessene Wohnheimunterkünfte bereitzustellen. Je nach Alter, Umständen und Bedürfnissen werden Kinder durch geeignete Wohneinrichtungen wie Stoffel Homes, ASHA und Rangeen Homes unterstützt.

Ihre Spende hilft, aus einer ersten Versorgung eine verlässliche Begleitung zu machen. Sie trägt dazu bei, dass Kinder wieder lernen können, junge Menschen ihre Ausbildung fortsetzen und Familien Schritt für Schritt einen tragfähigen Alltag aufbauen. Und sie hilft älteren Menschen, die Unterstützung zu erhalten, die sie jetzt brauchen.

Wir wissen, dass wir den Verlust nicht ungeschehen machen können. Aber gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Betroffenen mit ihren Sorgen und ihrer Trauer nicht allein bleiben. Dass neben dem Schmerz auch wieder Vertrauen wachsen darf. Und dass Zukunft möglich bleibt.

„Danke für Ihr Vertrauen,
Ihr Mitgefühl
und Ihre Bereitschaft,
diesen Weg mit uns zu gehen.“

Was bisher geschah:

Kurz nach der Katastrophe reiste ein Team unter der Leitung von von Freunden vor Ort  nach Nuwakot, um die unmittelbaren Bedürfnisse der Überlebenden zu beurteilen und zu bestimmen, wie die Hilfe am besten geleistet werden kann.

Was sie sahen, war schwer in Worte zu fassen:

Die Menschen gingen von der Rasuwa-Seite in Richtung Nuwakot – einige einen ganzen Tag und eine ganze Nacht. Sie waren erschöpft, verängstigt und verwirrt. Viele wussten nicht, ob ihre Familienmitglieder noch lebten. Andere hatten Eltern, Kinder, Verwandte, Nachbarn oder Freunde verloren. Überlebende versammelten sich, wo immer sie vorübergehend Sicherheit finden konnten – in Regierungsgebäuden, Schulen, Gemeindehallen und anderen öffentlichen Räumen.

Unter ihnen waren Kinder, die einen oder beide Elternteile verloren hatten.

Einige sehr kleine Kinder folgten einfach anderen überlebenden Erwachsenen, weil sie nirgendwo anders hingehen konnten. Sie wussten nicht, wohin sie gingen. Sie wussten nicht, ob ihre Eltern noch lebten. Manche konnten nicht einmal erklären, wo sie lebten.

Sie versuchten einfach zu überleben.

Für uns war dies der Moment, in dem die Katastrophe mehr als nur eine Hilfsaktion wurde.

Es wurde zu einem Kinderschutz-Notfall.

Ein kleiner Junge hält die Hand eines Erwachsenen vor einem Gebäude.
Kinder und eine Erwachsene sitzen im Kreis auf dem Boden und beschäftigen sich mit Büchern und Lernmaterial.

„Wir versuchten, Momente der normalen Kindheit wieder in ihr Leben zu bringen – Momente des Lachens, Spiels, der Freundschaft und der Sicherheit.“

Dank Ihrer Hilfe konnten wir schnell handeln:

Die Gemeinde Bindur stellte ein bestehendes Schulgebäude im Bezirk Nr. 2 zur Verfügung – die Annapurna Panchakanya School –, das vorübergehend für die Einrichtung des Kinder-Notfall-Waisenhaus übergeben wurde.

So konnten wir sofortigen Schutz bieten und Behörden und humanitären Teams Zeit zu geben, die Kinder zu identifizieren und überlebende Verwandte zu finden.

Was zunächst wie ein leeres Schulgebäude aussah, konnten wir in einen Ort verwandeln, an dem traumatisierte Kinder schlafen, essen, sich waschen, erholen und sich sicher fühlen konnten.

Die Unterstützung unserer Spender hat dies ermöglicht.

Nach etwa sechs Wochen wurden viele Kinder mit überlebenden Verwandten zusammen gebracht, mit denen sie nun die religiösen Trauerzeremonien für verstorbene Familienmitglieder und das große Familienfest Dashain feiern.

Wir machen weiter:

Die Kinder brauchen weiterhin Schutz und Versorgung, vor allem aber Menschen, auf die sie sich verlassen können.

Sie brauchen einen Alltag, der wieder Sicherheit gibt, Zugang zu Bildung und die Aussicht auf eine Zukunft.

Auch verwaiste junge Erwachsene sollen ihre Ausbildung fortsetzen können.

Alleinerziehende Mütter brauchen Unterstützung, um ihre Familien durch diese schwere Zeit zu tragen.

Und wir möchten ältere Menschen begleiten, die nach der Katastrophe besonders verletzlich sind.

Helfen Sie mit

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unsere Hilfe für die betroffenen Kinder. Gemeinsam können wir einen Ort schaffen, an dem sie Schutz, Fürsorge und Geborgenheit finden – und Schritt für Schritt wieder Zuversicht gewinnen können.

Herzlichen Dank an alle, die bereits gespendet haben und unsere Hilfe weiterhin möglich machen.